Sabine Reincke: Mantrailing nach Einsatzstandard

Zehn Jahre DRK-Rettungshundestaffel. Daran messe ich heute mein Training.

  • 10 Jahre DRK-Rettungshundestaffel
  • Einsatzsanitäterin (DRK)
  • Über 15 Jahre intensive Hundeerfahrung
Sabine Reincke die Mantrailerin Profilbild

Ich bin Sabine Reincke, Mantrailing-Trainerin und Gründerin der Trail Akademie Nord. Mein Sitz ist Hittbergen, zwischen Hamburg und Lüneburg. Zehn Jahre habe ich in der DRK-Rettungshundestaffel gearbeitet, als Hundeführerin in der Fläche und im Mantrailing beides mit Einsatzerfahrung.
Außerdem war ich Ausbilderin.
Ich bin qualifizierte Einsatzsanitäterin und arbeite seit über 15 Jahren intensiv mit Hunden.

Wie ich zum Mantrailing kam

Angefangen hat es mit meinem ersten Hund, Cisco, einem Hovawart, in einer K9-Sportgruppe. Sport war schön, hat aber nicht gereicht. Ich wollte mit dem Hund etwas tun, das nach was aussieht, wenn es klappt.

Beim DRK bin ich dann zehn Jahre geblieben. Mit Cisco in der Flächensuche, mit meinem zweiten Hund Dexter im Mantrailing, später als Ausbilderin in beiden Sparten. Mit Cisco hatte ich am Anfang einiges falsch aufgebaut — ich wusste es schlicht nicht besser. Die Differenzierung saß nicht, und mit Individualgeruch hat er sich nie wirklich angefreundet. Mein Ausbilder beim DRK hat das erkannt und mich überzeugt, dass Cisco und ich beide mehr von der Fläche haben. Mantrailing hat mich trotzdem nicht losgelassen — daher Dexter.

Nachteinsätze, Trainings, bei denen einem im Regen die Hände steif werden, Trainings, die statt drei Stunden fünf dauerten. Davon lernt man, woran eine Ausbildung wirklich trägt — und woran nur die Übungsumgebung trägt.

Was ich in den Jahren über Hunde gelernt habe: Sie lesen einen genauer, als einem lieb ist. Wenn ich auf dem Trail kurz an meinem Hund zweifle, zweifelt er ein paar Schritte später an mir.

Eine Nacht bei minus achtzehn Grad

Wenn ich gefragt werde, welche Suche mir am meisten geblieben ist, fällt mir meistens diese ein. Halb sechs morgens, eine ältere Dame vermisst, minus achtzehn Grad. Bei der Besprechung habe ich gefragt, ob ein Hund bei der Kälte überhaupt noch sauber arbeiten kann. Die Antwort: ja, schon — nur auf uns selbst aufpassen.

Wir waren zwei Teams am Haus der Vermissten. Ich hatte nur dünne Handschuhe an, und es fühlte sich an, als würden mir die Finger einfrieren. Ein Polizist hat mir kurz seine warmen geliehen, während meine Staffelkollegin die Suche am und im Haus begann. Beide Hunde zeigten kein eindeutiges Suchverhalten. Wir haben es mehrmals an verschiedenen Stellen angesetzt, beide Male sind sie am Haus geblieben.

Später hat die Vermisste selbst angerufen. Sie war gar nicht vermisst. Ihr dementer Mann hatte sie Tage zuvor ins Krankenhaus gebracht und das vergessen. Wir konnten uns bei einem netten Nachbarn aufwärmen — durchgefroren, aber glücklich über den Ausgang. Ich saß so dicht am Heizofen, dass meine Einsatzstiefel angefangen haben zu schmelzen.

Seit der Nacht ist mir klar: Wenn der Hund sagt, hier ist keine Spur, dann ist hier keine Spur. Ein gut ausgebildeter Hund hat über die Geruchssituation immer mehr Informationen als der Mensch am anderen Ende der Leine. Den Reflex, dem Hund reinzureden, weil man selbst eine Erwartung hat — den abzulegen, ist die eigentliche Trainingsarbeit. Sich das im Kopf zu sagen ist einfach. Es im Moment zu tun, im Wald, mit Adrenalin, ohne zu wissen, ob jemand stirbt, falls man falsch liegt: das ist die andere Sache.

Sicherheit

Aus meiner Zeit als Einsatzsanitäterin beim DRK ist eine Haltung übriggeblieben, die ich im Training nicht ablege. Mantrailing ist anstrengend, mental mehr als körperlich. Falscher Ehrgeiz im Training produziert die Fehler, die später im Einsatz teuer werden.

Konkret heißt das: Wenn dein Hund an einem warmen Tag nach einer Viertelstunde durch ist, brechen wir ab, auch wenn der Trail spannend war. Wenn der erste von zwei geplanten Durchgängen schon richtig gut lief, lassen wir den zweiten meistens weg. Lieber mit einem guten Eindruck nach Hause als den Hund ins Frustfenster laufen lassen.

Qualifikationen

Rettungshundewesen: zehn Jahre Hundeführerin in der DRK-Rettungshundestaffel (Mantrailing und Fläche, einsatzfähig), später Ausbilderin in beiden Sparten. DRK-Mantrailer-Prüfung und polizeiliche Sichtung — Belege weiter unten.

Medizinisch: Einsatzsanitäterin DRK. Relevant für Erste Hilfe am Hund und für die Einschätzung, wann ich einen Hund aus dem Training nehme.

Kynologie: über fünfzehn Jahre praktische Hundeerfahrung, Hundetrainerin mit Erlaubnis nach §11 TierSchG, regelmäßige Fortbildungen zu Kynologie und Hundegesundheit.

Schreiben: über zehn Jahre Fachartikel in Hundemagazinen, zitiert unter anderem auf familie.de. Ab 2026 hier auf trail-akademie-nord.de.

Wie ich arbeite

Methode vor Tempo. Ich baue Mensch und Hund kleinschrittig auf, damit du am Ende deinen Hund liest und ihn selbständig arbeiten lässt. Schnelle Erfolge in der geschützten Übungsumgebung sind für die Selbsterzählung gut und sonst nichts.

Den Hund lesen, während er arbeitet — nicht erst, wenn der Trail vorbei ist. Im Einsatz hast du keine zweite Chance, das Verhalten nachträglich anders zu deuten. Wer den Hund während der Arbeit nicht lesen kann, redet ihm rein. Das ist die wichtigste Sache, die ich in den Kursen vermittle.

Belastung steuern. Wenn dein Hund eine Vorgeschichte hat, schlecht geschlafen hat oder die Tagesform nicht stimmt, sag es mir vor dem Training. Wir passen es an.

An wen sich das richtet

Du musst nicht aufs Einsatzniveau wollen. Die wenigsten Teams, mit denen ich arbeite, wollen das.
Mir geht es, um eine Form der Zusammenarbeit, bei der der Hund den Großteil der Arbeit macht und der Mensch lernt, ihm dabei nicht im Weg zu sein. Wenn dich das interessiert, schreib mir.

Belege und Pressepräsenz

DRK-Mantrailer-Prüfung

Auf dem Bild siehst du mich nach der bestandenen DRK-Mantrailer-Prüfung mit Rettungshund Dexter (verstorben 2026). Diese Prüfung und das Wissen, das ich mir danach angeeignet habe, ist die Grundlage, auf der mein heutiges Training aufbaut.

Sabnine Reincke nach bestandener Mantrailing Prüfung mit ihrem Hund Dexter
Bestandene DRK-Mantrailer-Prüfung mit Rettungshund Dexter.

In der Presse

  • familie.de – als „Hundeexpertin Sabine Reincke“ zitiert
  • [Weitere Mentions hier ergänzen, sobald URLs vorliegen]

Berufliches Profil

Wie ich unterrichte

Ich erkläre dir, was im Hund passiert, während er arbeitet. Warum er an dieser Stelle stehenbleibt, warum er beim Abgang erst eine Schleife dreht. Die Anweisung für den nächsten Schritt allein reicht nicht. Wenn du nach einer Stunde bei mir nicht verstanden hast, was du gerade gesehen hast, war die Stunde nicht gut.

Ich lese immer wieder Studien und Literatur zur Geruchsarbeit. Nicht alle, aber genug, um zu wissen, was sich tut.
Im Training kommt davon nur das vor, was du auf dem Trail tatsächlich brauchst. Wenn dich der Rest interessiert, gebe ich dir gerne die Quellen. Von meinen Kunden höre ich immer wieder, dass ich ihnen auf Augenhöhe begegne und das ich Spaß am Mantrailing vermittel. Spaß steht ganz oben auf der Liste. Nur wenn wir Spaß haben, an dem was wir tun, hat der Hund es auch!

Gruppen sind bei mir klein, höchstens fünf Teams. Größer geht nicht, ohne dass die Hälfte der Leute nur dabeisteht. Ich freue mich, wenn alle Teilnehmer die Teams begleiten. Sie sagen: da lerne ich immer was dazu!

Häufige Fragen an mich

Welche Qualifikationen hast du als Mantrailing-Trainerin?

Zehn Jahre Hundeführerin und Ausbilderin in einer DRK-Rettungshundestaffel, einsatzfähig nach bestandener DRK-Mantrailer-Prüfung und polizeilicher Sichtung. Ausgebildete Sanitäterin beim DRK. Über fünfzehn Jahre praktische Hundearbeit. Erlaubnis nach §11 TierSchG.

Was unterscheidet „Mantrailing nach Einsatzstandard“ von Hobby-Mantrailing?

Hobby-Mantrailing macht Hund und Mensch Spaß, und das ist auch völlig in Ordnung — wer das will, ist bei einem Hundesportverein besser aufgehoben als bei mir. Einsatzstandard heißt, dass ich euch so aufbaue, dass der Hund auch bei Wind, Regen und realer Ablenkung sauber arbeitet und du währenddessen lesen kannst, was er tut. Das ist mehr Arbeit, und es geht nicht ums schnelle Erfolgserlebnis. Wenn dich das anspricht, passt es.

Muss mein Hund eine bestimmte Rasse haben, um Mantrailing zu lernen?

Nein. Jeder gesunde Hund kann das lernen — Mischling, Rassehund, klein, groß, egal. Worauf es ankommt, ist deine Beziehung zum Hund und ob du bereit bist, ihm vertrauen zu lernen.

Wo trainierst du, und kann ich auch aus Hamburg oder Lüneburg kommen?

Mein Trainingsgebiet liegt im Radius von rund 80 Kilometern um Hittbergen. Das deckt Hamburg-Süd, Harburg, Lüneburg, Winsen, Buchholz und das nördliche Niedersachsen ab. Konkrete Trainingsorte findest du auf den Trainingsgebiete-Seiten.

Hältst du auch Vorträge?

Ja. Für Vereine, Tierärztinnen und Tierärzte, Hundeschulen und Veranstalter halte ich Fachvorträge zu Mantrailing, Rettungshundearbeit und Einsatzhund-Methodik. Anfragen über das Kontaktformular.

So arbeiten wir zusammen

Wenn du wissen willst, ob wir zueinander passen, schreib mir kurz, was du dir vorstellst.